Kurs 21

2. farmbox

Um die Energiewende voranzutreiben, muss man die Menschen vor Ort erreichen und informieren. Im Wuppertaler „Klimaquartier Arrenberg“ steht eine multifunktionale Pilot- und Demonstrationsanlage dafür bereit – die sogenannte „Farmbox“. In den kommenden drei Jahren wird die Farmbox dazu an verschiedenen öffentlichen Orten in Wuppertal bzw. am Arrenberg prominent platziert und informiert die regionale Bürgerschaft.

Die Farmbox vereint auf kleinstem Raum unterschiedlichste Konzepte und Technologien für nachhaltige Energie, Mobilität und Ernährung und macht diese für die Bürger direkt erlebbar

2.1 Projekt

Das Fundament bildet ein Schiffscontainer, in dem sich drei Wassertanks befinden. Hier ermöglicht eine professionell gesteuerte Pumpenanlage eine Fischzucht nach tierschutzkonformen Regeln. Auf dem Container befindet sich ein Gewächshaus, in dem dank eines geschlossenen Nährstoff- und Wasserkreislaufs Gemüse nach biologischen Standards gezüchtet werden kann.

Im Innern des Containers steht ein Fischtank mit etwa 30 Warmwasser-Fischen. Das durch Ausscheidungen der Fische mit Nährstoffen angereicherte Wasser dieses Tanks, wird als Dünger für die Treibhauspflanzen genutzt, welche im oberen Teil des Containers gedeihen. Diese wiederum entziehen dem nährstoffreichen Wasser die Düngerstoffe und wandeln es so wieder in Frischwasser für den Fischtank um.

Die Energieversorgung der Farmbox übernehmen eine Photovoltaik- und eine Schwachwindanlage, die zusammen mehr Energie erzeugen als verbraucht wird. Die überschüssige Energie wird z. B. für eine Pedelec-Ladestation genutzt, an der bis zu vier E-Bikes Platz finden. Eines davon wird kostenlos an Besucher verliehen, die so die Vorteile der Elektromobilität aktiv erfahren können.

2.2 ziele und zielgruppe

Schülerinnen und Schüler erleben das Thema „Nachhaltige Ernährung“ aus einer neuen Perspektive, lernen ökologische Techniken (u.a. Aquaponic, Vertical Gardening) kennen, u.a. mit dem Ziel, Interesse und Verständnis für eine natürliche Kreislaufwirtschaft zu erhöhen, setzen sich mit unterschiedlichsten Konzepten und Technologien für nachhaltige Energie, Mobilität und Ernährung auseinander und vertiefen diese an konkreten Beispielen.

Sie üben in konkreten Handlungsschritten die Unterstützung eines solchen Projektes, arbeiten selbständig in Kleingruppen; sie erwerben soziale Kompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit und Kompromissfähigkeit, die für ein funktionierendes Miteinander unerlässlich sind.

2.3 Fakten

Zielgruppe : Klasse 5 bis 10

Dauer: 2×90 Minuten, je max. 30 SuS
Kooperationspartner: Aufbruch am Arrenberg e.V. und Dalsterhof (Wuppertal)

 

3. ressourcenschonende ernährungsproduktion

o Aquaponik (Experimente, Systemisches Denken, Vergleich verschiedener Systeme)
o Besuch der Farmbox am Mirker Bahnhof
o Entwurf der Anlage
– (Lösungsfindungen mit Design Thinking – Jonathan Knickmann)

4. Lösungsfindungen mit Design Thinking – Jonathan Knickmann

Um unsere Ziele umzusetzen, greifen wir auch auf ein umfassendes Netzwerk zurück. In diesem Netzwerk treten teils sehr unterschiedliche Beteiligte in einen partnerschaftlichen Dialog, entwickeln gemeinsam Ideen und stoßen neue Projekte an.

Durch die verschiedenen Perspektiven von außen entstehen so immer wieder neue Impulse, aus denen sich Kurs21 kontinuierlich weiterentwickeln kann.

Wir freuen uns, auch Sie als Partner für unser wertvolles Netzwerk gewinnen zu können!