Kurs 21

Pädagogisches Konzept

KURS 21 e.V. ist das Bildungsnetzwerk für nachhaltige Bildungsangebote im Bergischen Land

Wir verstehen uns als regionalen Impulsgeber, der Bildungsangebote an der Schnittstelle Schule – Unternehmen und weitere Bildungs- und Forschungseinrichtungen entwickelt und durchführt.

Um die regionale Bildungslandschaft zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten, sehen wir uns als Netzwerker*innen, die die verschiedenen Akteure zusammenbringen, um multiprofessionell neue Bildungsbegegnungen und damit Perspektivbereicherungen zu veranlassen und Innovationsfähigkeit im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu fördern.

Pädago-gisches Konzept

KURS 21 e.V. ist das Bildungsnetzwerk für nachhaltige Bildungsangebote im Bergischen Land

Wir verstehen uns als regionalen Impulsgeber, der Bildungsangebote an der Schnittstelle Schule – Unternehmen und weitere Bildungs- und Forschungseinrichtungen entwickelt und durchführt.

Um die regionale Bildungslandschaft zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten, sehen wir uns als Netzwerker*innen, die die verschiedenen Akteure zusammenbringen, um multiprofessionell neue Bildungsbegegnungen und damit Perspektivbereicherungen zu veranlassen und Innovationsfähigkeit im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu fördern.

Damit verpflichten wir uns nicht nur in der inhaltlichen Ausrichtung der Projektangebote den Zielen der BNE. Die strukturelle Anlage der Vernetzung von schulischen und außerschulischen Bildungsanbietern in multiprofessionellen Teams ist eine Gelingensbedingung, um multiperspektivische Zugänge und systemische Vernetzungen zu schaffen, um so bereits als Modell für ein Lernen in einer gemeinsamen Welt, gerichtet auf ein Gemeinwohl, zu agieren.

Die Herausforderungen in ökologischen, ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Bereichen ziehen sich durch alle unsere Angebote. Wir verstehen die Ziele der BNE in ihrer Komplexität als Querschnittskonzept durch alle Bereiche der Bildung, als eine Perspektive, Schüler*innen auch außerunterrichtlich Raum und Zeit zu geben, sich zu zukunftsfähigen Mitgestalter*innen zu entwickeln und dabei von erfahrenen, außerschulischen Bildungspartner*innen zu profitieren.

Bildung zur Nachhaltigkeit bedingt daher eine Neuorientierung aller Bildungsbereiche.

Seit 2008 ist KURS 21 als eingetragener Verein im Bergischen Städtedreieck aktiv. Wir vernetzen in unserem Verein Schulen mit Unternehmen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen der Region.

Es bedarf Mut, Gestaltungskompetenz und Kreativität, um in unserer komplexen Welt zukunftsfähige Möglichkeiten und Lösungen für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu finden, die auch für die nachfolgenden Generationen tragbar sind.

Wir schaffen im Kontext der Bildung zur Nachhaltigkeit emotionale Betroffenheit zu Themen, die für die Schüler*innen relevant sind, bieten Orientierung und Freiraum im Umgang mit den Themen aus allen Dimensionen der BNE an. Ziel ist es, die Schüler*innen im Denken und Handeln zu unterstützen und sie in ihren Selbstwirksamkeitsprozessen zu begleiten.

Um junge Menschen zu Mitgestalter*innen der Zukunft werden zu lassen, ist ein kompetenzorientiertes Verständnis von Bildung unerlässlich.

Hierbei werden die Schüler*innen als selbstständige Subjekte wahrgenommen und der Lernprozess als eine systemisch – konstruktivistische Interaktion verstanden:

„Es ist nicht möglich, nicht zu lernen. Egal, was wir tun, wir lernen immer, und dennoch ist es in einem Feld mit Kontakt, Orientierung, Freiraum und Selbstwirksamkeit gebündelt.“ (Reich, 2018)

Unser Kernanliegen ist es, dass Nachhaltigkeit als selbstverständlicher Teil von Lernen, Leben und Arbeiten unsere Erde als Lebensraum schützt und erhält.

KURS 21 e.V. knüpft die Verbindung zwischen Schulen und Unternehmen in der Region Wuppertal, zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung, zwischen schulfachlichen Kompetenzen und in der Wirtschaft notwendigem Know-how. Die Aktivitäten tragen zur Intensivierung praktischen Wirtschaftswissens sowie zur Förderung individueller Schlüsselkompetenzen bei.

Der Verein ist seinen Mitgliedern ein Forum für Aktivitäten in der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen, die allen Mitgliedern zu Gute kommen sollen. Verbunden damit ist das Ziel, allen Mitgliedern über die Partnerschaften hinaus einen konkreten Mehrwert zu verschaffen.

Wir setzen uns für den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft und damit für den Erhalt der Lebensgrundlagen kommender Generationen ein. KURS 21 orientiert sich an seinen gesellschaftspolitischen Zielen, aber auch in seiner praktischen Arbeit am Prinzip der Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit muss als verbindende Idee über allen unseren Aktivitäten stehen. Wir fördern somit auch die Bereitschaft und die Fähigkeit zu nachhaltigem Handeln aller am Vereinsleben von KURS 21 Beteiligten.

Wie setzen wir unsere pädagogischen Ziele konkret um?

  • Wie können wir alle die Herausforderungen der Gegenwart annehmen und aus der Zukunft heraus nachhaltige Lösungsansätze finden?
  • Wie können wir Schüler*innen selbstverantwortlich und selbstwirksam zu Mitgestalter*innen dieser Zukunft machen?
  • Wie können wir Expertise, die im lokalen Umfeld durch viele mittelständische Unternehmen und weitere Kooperationspartner*innen gegeben ist, nutzen?
  • Wie können Schüler*innen nachhaltig von den ihnen gewonnenen Kompetenzen profitieren?
  • Wie können Unternehmen von den Fragestellungen und Visionen der Schüler*innen profitieren?

KURS 21 e.V. gestaltet vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen Lernräume im Sinne von BNE (de Haan, 2008)

Wir kooperieren mit Schulen, Unternehmen und Organisationen im Bergischen Land. Als verbindendes Element dieses Netzwerks bieten wir Schüler*innen, Lehrkräften und Unternehmer*innen die Möglichkeit ihr Wissen und Können zum Thema Nachhaltigkeit zu teilen und weiterzuentwickeln.

KURS 21 e.V. bietet Fortbildungen für Schulleitungen, Schulen, Unternehmen und Bildungspartner. Durch die verschiedenen Mitgliedergruppen zeichnet sich der Verein in multiprofessioneller Kompetenz aus und profitiert sowohl von den Vernetzungen durch mehrperspektivische Ideenpools, als auch durch mehrdimensionales Knowhow. Hieraus ergeben sich interne und externe Fortbildungsangebote, die verschiedene Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung bedienen: kommunale Energiekonzepte, nachhaltige Wasserwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Elektromobilität und Berufsbilder im Bereich Nachhaltigkeit in den verschiedenen Unternehmen sind Austauschthemen in offen angelegten Foren.

Die Schwerpunkte in diesen Interaktionsformen liegen darauf, Wissen weltoffen und neue Perspektiven integrierend aufzubauen, interdisziplinär Erkenntnisse zu gewinnen und gemeinsam mit anderen planen und handeln zu können.

Wir führen Praxiscamps durch, die Schüler*innen ermöglichen, ihr Wissen über Natur, nachhaltige Ökonomie, Ernährung, Technik und Mobilität zu vertiefen und anzuwenden.

Mit Hilfe bergischer Kooperationspartner organisiert KURS 21 Projekte in Schulen und für Schulen, die sich in Praxisworkshops mit exemplarischen Fragestellungen zur nachhaltigen Ernährung, zu Aquaponik, zu erneuerbaren Energien und zur Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Die Workshops finden in den Schulen statt und beinhalten Exkursionen zu den kooperierenden Unternehmen.

In diesen Formaten werden alle zwölf Gestaltungskompetenzen erreicht und insbesondere die Selbstkompetenz entwickelt. Ausgehend von subjektiver emotionaler Betroffenheit leiten sie die Schüler*innen dazu an, die eigenen Leitbilder und Haltungen zu reflektieren und daraus vorausschauend das selbstständige Denken und Handeln zu entwickeln. Dabei motivieren die Schüler*innen sich und andere, aktiv zu werden und Zielkonflikte bei der Reflexion über Handlungsstrategien auszuhalten.

Wir organisieren Denkwerkstätten, in denen wir mit Schüler*innen Zukunftsszenarien diskutieren und sie inspirieren, sich für ein nachhaltiges Leben und Lernen zu engagieren.

In die Denkwerkstätten bringen die Schüler*innen ihre Erfahrungen mit Dilemmata in Bezug auf BNE ein und lernen Regulationsmechanismen bzw. Handlungsmuster (z.B. Ambiguitätstoleranz) und Methoden (z.B. Design Thinking, Brainstorming, Brainwriting) kennen, damit umzugehen. Sie reflektieren und erweitern damit ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten.

Wir initiieren intensive ergebnisorientierte nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schülerfirmen, Unternehmen und Organisationen durch praxisbezogene Angebote

In von uns angebotenen Formaten besuchen sich Vertreter*innen von Unternehmen und Bildungseinrichtungen gegenseitig, um in einen konstruktiven Austausch über ökonomische, ökologische, politische, kulturelle und soziale Herausforderungen in Bezug auf BNE zu kommen. Der mehrperspektivische Dialog schafft Möglichkeiten innovativ und zukunftsorientiert Ideen zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln. Diese dienen als Innovationsmotor für Unternehmen, Schüler*innen sowie Schulen und führen zur Entwicklung von weiteren Workshops, Unterrichtsangeboten in Schulen, Arbeitsgemeinschaften in Schulen oder Schülerfirmen.

In dem stark multiperspektivischen Austausch können alle Beteiligten interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen, sich und andere motivieren, aktiv zu werden, Zielkonflikte bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigen sowie Vorstellungen von Gerechtigkeit als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage nutzen.

Wir stellen sicher, dass junge Menschen unternehmerisches Handeln in Bezug auf BNE in Unternehmen und Schülerfirmen kennenlernen und umsetzen.

„Nachhaltige Schülerfirmen im Bergischen Land (NaSchBeLa)“ sind Schülerfirmen, die ihre Geschäftsidee im Bereich BNE verorten. Diese werden mit lokalen Unternehmen und außerschulischen Bildungseinrichtungen gezielt zusammengebracht, so dass Ideen und Interessen der jüngeren Generation auf Wissen, Offenheit und Expertise treffen. Durch Teilnahme an modularen Workshops der Unternehmen (z.B. zu den Themen Geschäftsplan, Personalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit oder Praktika) können die Schüler*innen ein Zertifikat erwerben (YSEC), welches ihnen Leistungspunkte für die ersten Semester eines integrierten Bachelorstudiengangs ermöglicht.

In der stark selbst gesteuerten Arbeit der Schülerfirmen werden alle zwölf Gestaltungskompetenzen weiterentwickelt.

In diesem Sinne leistet das Netzwerk KURS 21 seinen Beitrag im Transformationsprozess als Initiator, inhaltlicher Impulsgeber und „Kümmerer“ für die Planung und Durchführung der nachhaltigen Bildungsangebote. Bezogen auf die sich ständig verändernden komplexen Entwicklungen und gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen werden die Angebote und das Programm und mit ihnen die angewandten methodischen Zugänge ständig weiterentwickelt.

Angelehnt an das Handlungs- und Lernmodell nach Reich (2018) folgt KURS 21 bei der Planung und Durchführung von Bildungsangeboten einer elementaren Struktur methodischen Handelns. In der Artikulation werden unter Anwendung verschiedener Aktions- und Sozialformen sowie geeigneter Arbeitsmittel und Medien, im Wechselspiel zwischen Anleitung und Selbstregulation, motivationale, emotionale und volitionale Prozesse der Zielgruppe adressiert und die Wirksamkeit für ein nachhaltiges Denken und Handeln entfaltet.